Joint Ease Dose mit Pulver

Glucosamin, Chondroitin, MSM: Was hinter den Inhaltsstoffen steckt

Wer sich Gelenkprodukte ansieht, stößt immer wieder auf dieselben drei Namen: Glucosamin, Chondroitin und MSM. Sie klingen technisch, sind aber gut zu erklären. Wichtig ist uns dabei, ehrlich zu bleiben, auch was die Studienlage angeht.

Glucosamin

Glucosamin ist ein Aminozucker, also ein Zuckermolekül mit einer Stickstoffgruppe. Der Körper bildet es selbst und nutzt es als Baustein für größere Moleküle im Bindegewebe und im Knorpel. Für Nahrungsergänzungsmittel wird Glucosamin meist aus den Schalen von Krebstieren gewonnen oder durch Fermentation, zum Beispiel aus Mais.

Auf Etiketten steht es als Glucosaminsulfat oder Glucosaminhydrochlorid. Glucosaminsulfat wird oft mit Kaliumchlorid oder Natriumchlorid stabilisiert. Deshalb unterscheidet eine gute Nährwerttabelle zwischen der Verbindung und dem enthaltenen Glucosamin. In Joint Ease sind es 1.393 mg Glucosaminsulfat-Kaliumchlorid pro Portion, davon 825 mg Glucosamin. Wenn du eine Allergie gegen Schalentiere hast, frag vor dem Kauf eines Glucosamin-Produkts beim Hersteller nach der Herkunft.

Chondroitin

Chondroitinsulfat ist ein natürlicher Bestandteil des Knorpels. Es bindet viel Wasser und gibt dem Gewebe so seine Elastizität. Gewonnen wird es aus tierischem Knorpel, je nach Hersteller von Rind, Schwein, Huhn oder Fisch. Für Muslime ist das ein entscheidender Punkt: Steht auf dem Etikett nur „Chondroitinsulfat“, ist die Herkunft offen. Ein Halal-Zertifikat schafft hier Klarheit.

MSM

MSM steht für Methylsulfonylmethan, eine organische Schwefelverbindung. In Spuren kommt sie in Obst, Gemüse, Milch und Kaffee vor. Für Nahrungsergänzungsmittel wird MSM synthetisch hergestellt, ist also weder tierischen noch pflanzlichen Ursprungs. Zur Sicherheit von MSM gibt es eine Reihe von Untersuchungen, die es auch in höheren Mengen als gut verträglich beschreiben.

Was sagt die Forschung?

Glucosamin und Chondroitin gehören zu den am häufigsten untersuchten Stoffen in diesem Bereich. Die Ergebnisse sind allerdings uneinheitlich. Die bekannteste Studie, der GAIT-Trial aus den USA mit über 1.500 Teilnehmenden, fand über die gesamte Gruppe hinweg keinen klaren Unterschied zwischen Glucosamin, Chondroitin, ihrer Kombination und einem Placebo. Andere Studien kamen zu anderen Ergebnissen, je nach Dosis, Form und Studiengruppe.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat beantragte gesundheitsbezogene Angaben zu Glucosamin und Chondroitin geprüft und nicht zugelassen. Deshalb findest du bei uns keine Wirkversprechen zu diesen Stoffen. Was wir sagen dürfen und auch belegen können, bezieht sich auf die Vitamine und Mineralstoffe in Joint Ease: Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knorpel und Knochen bei. Vitamin D, Vitamin K, Calcium, Magnesium, Zink, Kupfer und Mangan tragen zur Erhaltung normaler Knochen bei.

Ein paar praktische Hinweise

  • Vergleiche Produkte anhand der Menge des reinen Stoffs, nicht der Verbindung.
  • Achte bei Chondroitin auf die Herkunft, bei Glucosamin auf mögliche Allergene.
  • Wenn du gerinnungshemmende Medikamente nimmst, sprich vor der Einnahme mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Das gilt für Glucosamin und Chondroitin ebenso wie für Vitamin K.
  • Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ärztliche Abklärung. Wenn du Beschwerden hast, lass sie bitte untersuchen.

Was in Joint Ease steckt, findest du mit allen Mengen in der Nährwerttabelle auf der Produktseite und auf unserer Seite Wissenschaft.

Quellen

  1. Clegg DO, Reda DJ, Harris CL et al. Glucosamine, chondroitin sulfate, and the two in combination for painful knee osteoarthritis. N Engl J Med. 2006;354(8):795–808.
  2. EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA). Scientific Opinions on the substantiation of health claims related to glucosamine and to chondroitin sulphate, EFSA Journal, 2009.
  3. Butawan M, Benjamin RL, Bloomer RJ. Methylsulfonylmethane: applications and safety of a novel dietary supplement. Nutrients. 2017;9(3):290.
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